Sie möchten beruflich neu anfangen und suchen einen sicheren Beruf mit Menschen? Eine Umschulung zur ZFA kann genau der richtige Schritt sein. Hier erfahren Sie, wie sie abläuft und wie Sie ein passendes Angebot finden.
Seit 2025 ist bei der Förderung beruflicher Weiterbildung für Menschen im Bürgergeld-Bezug in vielen Fällen die Agentur für Arbeit zuständig. Fragen Sie bei Ihrem Jobcenter nach, wer in Ihrem Fall den Bildungsgutschein ausstellt.
Was eine ZFA Umschulung ist
Wer nach einer ZFA Umschulung sucht, ist meist erwachsen, hat schon gearbeitet und möchte nun in einen neuen Beruf wechseln. Eine Umschulung ist genau dafür gedacht. Sie führt zum selben staatlich anerkannten Abschluss wie die duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz. Am Ende legen Sie die Abschlussprüfung vor der Zahnärztekammer ab und sind Zahnmedizinische Fachangestellte oder Zahnmedizinischer Fachangestellter.
Der Unterschied liegt vor allem im Rahmen. Umschulungen sind häufig kürzer als die reguläre Ausbildung mit ihrer Regeldauer von 3 Jahren. Sie richten sich an Menschen, die Lebens- und Berufserfahrung mitbringen und gezielt lernen möchten. Außerdem werden Umschulungen oft öffentlich gefördert.
Für viele Menschen ist das eine echte Chance. Wer sich in der Mitte des Berufslebens neu orientiert, möchte keine Zeit verlieren, aber trotzdem einen soliden Abschluss erwerben. Genau diese Verbindung bietet die Umschulung. Sie lernen kompakt, bringen Ihre Erfahrung ein und sind am Ende eine gefragte Fachkraft, denn Praxen suchen vielerorts Unterstützung.
Für wen sich die Umschulung eignet
Eine Umschulung zur ZFA passt zu Ihnen, wenn Sie gerne mit Menschen arbeiten und Verantwortung übernehmen möchten. Typische Ausgangslagen sind:
- Sie sind arbeitslos oder arbeitsuchend und möchten mit einem anerkannten Abschluss neu starten.
- Sie können Ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben, etwa aus gesundheitlichen Gründen.
- Sie haben keinen Berufsabschluss und möchten das nachholen.
- Sie arbeiten bereits in einer Praxis, zum Beispiel am Empfang, und möchten sich qualifizieren.
Wichtig sind persönliche Eigenschaften: Sorgfalt, Hygienebewusstsein, Fingerfertigkeit, Kommunikationsstärke und Organisationstalent. Außerdem sollten Sie keine Scheu vor Blut und Speichel haben. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Bildungsträger und Praxen können aber eigene Erwartungen haben. Ob der Beruf zu Ihnen passt, hilft Ihnen der Beitrag Ist ZFA das Richtige für mich? einzuschätzen.
So läuft die Umschulung ab
Eine Umschulung verbindet Theorie und Praxis. Sie lernen die Inhalte, die auch in der regulären Ausbildung vorkommen: Assistenz am Behandlungsstuhl, Hygiene und Medizinprodukteaufbereitung, Patientenbetreuung, Terminplanung, Dokumentation, Abrechnung nach BEMA und GOZ, Mitwirkung beim Röntgen mit Strahlenschutz und Grundlagen der Prophylaxe. Die praktischen Anteile absolvieren Sie in einer Zahnarztpraxis oder Zahnklinik.
Seit der neuen Ausbildungsordnung von 2022 gibt es eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen. Ein Teil findet etwa zur Mitte statt, der zweite am Ende. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zur Abschlussprüfung.
Viele Erwachsene haben Familie oder andere Verpflichtungen. Deshalb sind flexible Formate gefragt. Care-er bietet die ZFA-Ausbildung als Blended Learning an: 3 Tage pro Woche lernen Sie online, 2 Tage sind Sie in der Praxis. Die Dauer beträgt 2,5 bis 3 Jahre. Der Anbieter ist ein AZAV-zertifizierter Bildungsträger aus Berlin.
Förderung: Wer die Kosten übernimmt
Für die Finanzierung gibt es zwei zentrale Wege. Arbeitslose und Arbeitsuchende können einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters nach § 81 SGB III erhalten. Beschäftigte können über § 82 SGB III, das Qualifizierungschancengesetz, gefördert werden. In beiden Fällen muss die Maßnahme AZAV-zugelassen sein.
Während der Umschulung kann je nach Situation Arbeitslosengeld bei Weiterbildung oder Bürgergeld weiterlaufen. Das muss im Einzelfall geklärt werden. Alle Details finden Sie im Ratgeber Umschulung und Förderung. Das genannte Blended-Learning-Angebot ist bei Erfüllung der Voraussetzungen zu 100 % förderfähig.
Worauf Sie bei der Auswahl achten
- Ist die Maßnahme AZAV-zugelassen und damit förderfähig?
- Passt das Format zu Ihrem Alltag, zum Beispiel mit Online-Anteilen?
- Wie sind Theorie und Praxis aufgeteilt?
- Wie werden Sie auf die Prüfung vor der Zahnärztekammer vorbereitet?
- Gibt es feste Ansprechpersonen für Fragen während der Umschulung?
Nehmen Sie sich Zeit für diese Fragen. Eine gute Wahl am Anfang erspart Ihnen später viel Stress. Vergleichen Sie mehrere Angebote und sprechen Sie mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter über Ihre Favoriten. Wenn Sie sich bewerben, helfen Ihnen die Tipps im Beitrag zur Bewerbung.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine ZFA Umschulung führt zum anerkannten Abschluss vor der Zahnärztekammer.
- Sie ist häufig kürzer als die reguläre Ausbildung mit 3 Jahren.
- Gefördert wird über Bildungsgutschein oder Qualifizierungschancengesetz, wenn die Maßnahme AZAV-zugelassen ist.
- Flexible Formate wie Blended Learning erleichtern den Alltag.
- Ihre Absicherung während der Umschulung klären Sie im Einzelfall.