Der richtige Ausbildungsplatz legt den Grundstein für Ihre Zeit als ZFA. Hier erfahren Sie, wo Sie suchen können, woran Sie eine gute Ausbildungspraxis erkennen und wie Sie Ihre Chancen verbessern.
Die Ausgangslage
Für die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten brauchen Sie einen Ausbildungsbetrieb. Das ist eine Zahnarztpraxis oder eine Zahnklinik. Mit ihr schließen Sie den Ausbildungsvertrag. Parallel besuchen Sie die Berufsschule.
Die Lage ist für Bewerberinnen und Bewerber grundsätzlich günstig. Zahnarztpraxen suchen vielerorts Fachkräfte und bilden deshalb gern aus. Trotzdem lohnt sich eine gute Vorbereitung. Wer gezielt sucht und überzeugend auftritt, findet eher eine Praxis, die wirklich zu ihm passt. Was Sie mitbringen sollten, lesen Sie unter Voraussetzungen für die ZFA Ausbildung.
Wo Sie suchen können
Es gibt verschiedene Wege, einen Ausbildungsplatz zu finden. Am besten kombinieren Sie mehrere davon. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Möglichkeiten:
| Suchweg | Vorteil | Tipp |
|---|---|---|
| Agentur für Arbeit | Beratung und Zugang zu gemeldeten Ausbildungsstellen | Vereinbaren Sie ein Gespräch in der Berufsberatung |
| Zahnärztekammer | Informationen rund um die Ausbildung im Kammerbezirk | Fragen Sie nach, ob es Angebote zur Vermittlung gibt |
| Online-Stellenbörsen | Großer Überblick über offene Stellen | Suchen Sie nach ZFA und nach Zahnarzthelferin |
| Websites der Praxen | Direkter Kontakt, oft mit eigenem Karrierebereich | Schauen Sie gezielt bei Praxen in Ihrer Nähe |
| Initiativbewerbung | Sie sind nicht auf ausgeschriebene Stellen angewiesen | Rufen Sie vorher an und fragen Sie nach einer Ansprechperson |
| Praktikum | Persönliches Kennenlernen vor der Bewerbung | Fragen Sie am Ende offen nach einem Ausbildungsplatz |
Auch persönliche Kontakte helfen. Fragen Sie in Ihrer eigenen Zahnarztpraxis, ob dort ausgebildet wird. Viele Praxen freuen sich über Interesse von Menschen, die sie bereits kennen. Auch Familie, Freunde und Bekannte können Hinweise geben, wenn sie von einer Praxis wissen, die Nachwuchs sucht.
Der richtige Zeitpunkt
Viele Praxen planen ihre Ausbildungsplätze mit einigem Vorlauf. Es lohnt sich daher, früh mit der Suche zu beginnen. Gleichzeitig gibt es oft auch kurzfristig noch freie Plätze. Bleiben Sie also dran, auch wenn die ersten Versuche nicht sofort klappen. Wann genau Praxen Bewerbungen erwarten, ist unterschiedlich. Fragen Sie im Zweifel direkt nach.
Das Praktikum als Türöffner
Ein Praktikum ist einer der besten Wege zum Ausbildungsplatz. Sie lernen den Alltag kennen und können prüfen, ob der Beruf zu Ihnen passt. Gleichzeitig erlebt die Praxis Sie im Einsatz. Wer im Praktikum zuverlässig, freundlich und interessiert ist, bleibt in Erinnerung.
Zeigen Sie während des Praktikums, was Sie mitbringen: Sorgfalt, Hygienebewusstsein, Freude am Umgang mit Menschen und Organisationstalent. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. Und scheuen Sie sich nicht, am Ende direkt nach einem Ausbildungsplatz zu fragen. Selbst wenn diese Praxis gerade nicht ausbildet, kann sie Ihnen vielleicht eine andere empfehlen.
Woran Sie eine gute Ausbildungspraxis erkennen
Nicht jede Praxis passt zu jedem Menschen. Achten Sie beim Kennenlernen auf einige Punkte. Sie geben Hinweise darauf, wie gut die Ausbildung dort begleitet wird:
- Es gibt eine feste Ansprechperson für Auszubildende.
- Die Praxis erklärt offen, wie die Ausbildung organisiert ist.
- Sie lernen verschiedene Bereiche kennen, nicht nur einen.
- Das Team wirkt freundlich und hilfsbereit.
- Fragen zu Arbeitszeit, Urlaub und Ausbildungsvergütung werden klar beantwortet.
Vertrauen Sie auch Ihrem Bauchgefühl. Sie verbringen in der Praxis drei Jahre Ihres Lebens. Fühlen Sie sich beim Kennenlernen wohl und ernst genommen, ist das ein gutes Zeichen.
Die Ausbildungsvergütung liegt mindestens auf Höhe der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung. Die genaue Höhe hängt von Region, Praxis und gegebenenfalls Tarif ab. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Ausbildungsvergütung ZFA.
Ausbildungsplatz für Erwachsene und Quereinsteiger
Auch Erwachsene können ZFA werden, entweder über eine reguläre Ausbildung oder über eine Umschulung. Umschulungen sind häufig kürzer als die reguläre Ausbildung. Sie können über einen Bildungsgutschein (§ 81 SGB III) gefördert werden, wenn die Maßnahme AZAV-zugelassen ist. Beschäftigte können eine Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz (§ 82 SGB III) prüfen lassen.
Auch bei einer Umschulung brauchen Sie in der Regel einen Praxisplatz für den praktischen Teil. Ein Beispiel für ein flexibles Format ist die ZFA-Ausbildung im Blended Learning bei Care-er. Der AZAV-zertifizierte Bildungsträger aus Berlin verbindet drei Tage online mit zwei Tagen Praxis. Die Dauer liegt bei 2,5 bis 3 Jahren. Bei Erfüllung der Voraussetzungen ist die Ausbildung zu 100 % förderfähig. Klären Sie direkt beim Anbieter, wie der Praxisteil organisiert ist.
Wenn Sie eine passende Praxis gefunden haben, folgt die Bewerbung. Wie Sie dabei überzeugen, lesen Sie unter Bewerbung für die ZFA Ausbildung. Wer flexibel lernen möchte, findet zudem Informationen unter ZFA Blended Learning.
Das Wichtigste in Kürze
- Ausbildungsbetriebe sind Zahnarztpraxen und Zahnkliniken.
- Kombinieren Sie mehrere Suchwege, von der Agentur für Arbeit bis zur Initiativbewerbung.
- Ein Praktikum ist einer der besten Türöffner.
- Achten Sie auf eine feste Ansprechperson und eine offene Kommunikation.
- Erwachsene können auch über eine geförderte Umschulung einsteigen.